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Yoga ist eine indische philosophische Lehre, die eine Reihe geistiger und körperlicher Übungen wie Yama, Niyama, Pranayama, Pratyahara, Meditation u.ä. und/oder Askese umfasst. Der Begriff Yoga kann sowohl als „Vereinigung” oder „Integration” als auch im Sinne von „Anschirren” und „Anspannen” des Körpers an die Seele zur Sammlung und Konzentration verstanden werden. Welcher Weg zur Verwirklichung dieser Ziele einzuschlagen ist, darin unterscheiden sich die verschiedenen Richtungen erheblich voneinander.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

MEDITATIONSSTELLUNGEN

Die Yoga-Kultur ist in acht Stufen geteilt:

1. Yama, Sittenlehre

2. Niyama, religise Vorschriften

3. Asana, Stellungen

4. Pranayama, Atembungen

5. Pratyahara, Abwendung der Sinne von den Wahrnehmungsobjekten

6. Dharana, Konzentration

7. Dhyana, Meditation

8. Samadhi, berbewutsein

Om

Das Interesse an Yoga nimmt im Westen in erstaunlichem Ausmass zu. Sprach man noch vor zehn Jahren über Yoga hinter vorgehaltener Hand und flüsternd, wird er heute offen überall im Land propagiert. Was als verrückte Schrulle verspottet wurde, wird heute als Fertigkeit von grundlegender Bedeutung anerkannt. Viele Menschen, die ihn nur als ein Schaustück angesehen haben, machen ihn sich heute als Hilfe auf ihrem Lebensweg zu eigen. Yoga wurde, was er im eigentlichen ist. Der Grund dafür ist klar. Der Mensch von heute sieht sich vom Verfall seiner Persönlichkeit und geistiger Frustration bedroht; die Suche nach Selbstbewahrung wird zum Zwang. In diesem Kampf um sich selbst bietet ihm die Kunst des Yoga eine der wertvollsten Hilfen. Dass dazu Disziplinierungsformen notwendig sind, dessen werden wir uns durch Yoga bewusst; diese begründen sich eher wissenschaftlich als bloss dogmatisch. Wir werden dabei mit Techniken konfrontiert, die so alt sind wie der Osten und doch so neu und umfassend wie unser wachsendes Wissen vom Gesetz des Kosmos. Die alten Meister waren uns in der Suche nach Wahrheit voraus, doch heute befinden wir uns mit ihnen auf einem Weg. Was immer wir bei der Erforschung unseres Inneren und des Weltraums an Erkenntnis zu gewinnen vermögen, ist im System des Yoga enthalten. Wo immer Yoga ernstlich betrieben wird, vollziehen sich am Schüler merkliche Veränderungen. Für den, der Yoga studiert, weiten sich unmittelbar die Bewusstseinsgrenzen. Wo immer Yoga vertrauend angewendet wird, verschwinden im wahrsten Sinne des Wortes mitgeschleppte Belastungen. Eine lebendige Lebenskraft bricht in sein Leben ein und verwandelt seine Individualität: sein Horizont weitet sich, er fühlt sich wie neu geboren in neuer Bewusstheit und neuer Weltsicht.

Yoga

So wie Wasser nur als Welle und Ebbe und Flut erscheint und Kupfernin Form von Gefen,
so erscheint das Selbst allein als das Universum.

(Swami Vishnudevananda)

Die Yoga-Philosophie bietet nicht nur die Antwort auf alle Problemfragen des Menschen, sondern auch einen wissenschaftlichen Weg, um diese Probleme und Leiden zu transzendieren. Überdies steht sie mit keiner Religion und keinem Glauben im Widerspruch. Yoga kann von jedem, der ernsthaft und bewusst nach Wahrheit strebt, praktiziert werden. Eine vergleichsweise selbst geringe Anstrengung bringt einen unermesslichen Gewinn an Wissen, Kraft und Frieden.

Literatur und Quellen: Marcus Bach/Swami Vishnudevananda: Das grosse illustrierte Yoga-Buch, Wikipedia, Rumi, Das Lied der Liebe

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Stand: Februar 2010

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