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Schon 3000 Jahre vor Christi Geburt wurden in Griechenland durch Priester Beschwörungsrituale durchgeführt. Spiritismus (lat. spiritus, »Geist«) ist die Lehre von einer unsichtbaren Geisterwelt, mit welcher der Mensch – in der Regel durch Medien – in Kontakt treten kann. Es handelte sich hierbei um die Nekromantie, die Totenbefragung. Als Geburtsjahr des Spiritismus wird vielfach 1848 angegeben, als in der amerikanischen Ortschaft Hydesville im Staat New York im Haus der Familie Fox Spukerscheinungen auftraten, nach deren Aufsehen erregendem bekannt werden sich eine erste okkulte Welleentwickelte. Erheblich ältere Wurzeln lassen sich in den Lehren des deutschen Arztes Franz Anton Mesmer (1734-1815) auffinden, dessen Vorstellungen vom animalischen Magnetismus die spätere Entwicklung der Parapsychologie mitgeprägt haben.
Spiritismus ist der Versuch, mit dem Jenseits (der Geisterwelt) in Kontakt zu treten. Dies geschieht mit der Hilfe von Gegenständen z.B. Gläserrücken, Ouija-Brett, Herbeiträumen, Tischerücken; Channeling -bedeutet, dass ein Mensch - meist ein Medium - Botschaften von Verstorbenen oder auch von Engeln bekommt, die er dann an andere Menschen weitergibt. Das Medium dient also als "Kanal" (channel); automatisches Schreiben oder Tonbandstimmen, u.ä.). All diese Praktiken haben die Tatsache gemeinsam, dass ein unbelebter Gegenstand auf die Fragen der Anwesenden zu reagieren scheint. Solche spiritistische Sitzungen-Seancen wurden zu einem Massenphänomen, und erfreuen sich noch heute großer Beliebtheit. In einer klassischen Seance versucht ein besonders "begabter" Mensch-ein Medium, in Trance direkt mit der Geisterwelt Kontakt aufzunehmen. Die Mechanismen, in den solchen Seancen haben Gemeinsamkeiten mit denen, die auch bei Wahrsagern eine Rolle spielen. Der Spiritismus wird auch als spiritistische Lehre bezeichnet. Woran glauben Spiritisten? Der Spiritismus geht davon aus, dass die Seelen Verstorbener, auch als Geister der Verstorbenen bezeichnet, sich mittels eines sog. Mediums Kontakt aufzunimmt. Die so empfangenen Mitteilungen, Prinzipien und Gesetze der Geister bilden die spiritistische Lehre. Anhänger des Spiritismus sind davon überzeugt, Geister zu beschwören, ihnen Fragen zu stellen und geistlose Antworten zu bekommen.
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Der Spiritismus wurde von Emanuel Swedenborg theoretisch begründet. Er geht davon aus, dass es eine Geisterwelt gibt, in welcher nach dem Tod die Seele entweder für den Himmel oder die Hölle vorbereitet wird. Die Aufenthaltszeit in dieser Geisterwelt ist individuell verschieden. Solange die Seele in dieser Welt ist, könne man durch geeignete Techniken mit ihr in Kontakt treten. Oft reden die Geister auch durch Orakel zum Menschen. Das Ziel einer Spiritistischen Sitzung, die entweder in einer Gruppe oder als einzelne Person abgehalten werden, ist der Kontakt ins Jenseits, Kontakt mit Toten und Verstorben aufzunehmen.
Mitteilungen Verstorbener, Nachrichten von Jenseits: die am weitesten verbreitete Methode den Geister-Kontakten ist das Gläserrücken. Fast ohne Aufwand kann es nahezu überall praktiziert werden. Auf einen Tisch wird ein Buchstaben- Zahlenkreis gelegt, dazu die Antwortkärtchen "ja" und "nein". In die Mitte des Kreises wird das umgedrehte Glas gestellt. Die Anwesenden legen die Spitze eines Zeigefingers auf das Glas und sofern sich nach Anrufung ein "Geist" einstellt, bewegt sich das Glas zum "ja". Dann kann man mit dem Befragen beginnen. Das Glas bewegt sich dann zu einzelnen Buchstaben, die zusammengesetzt als Wörter oder Sätze die Botschaften ergeben.
Das Ouija-Board oder auch Witchboard oder Hexenbrett genannt, ist prinzipiell das gleiche wie beim Gläserrücken. Dieses Brett ist mit Buchstaben, Zahlen und mit den Worten "ja" und "nein" beschreiben. Mit Hilfe eines Zeigers, der leicht mit der Hand berührt wird und daraufhin wie von selbst über das Brett gleitet, werden "Botschaften" buchstabiert. Der Begriff setzt sich zusammen aus dem französischen "Oui" und dem deutschen "Ja".
Tonbandstimmen und Transkommunikation: Eines der jüngsten Mittel zur Vermittlung zwischen Jenseits und Diesseits ist die Forschung mit Tonbandstimmen. Mittels verschiedener technischer Verfahren versucht man, z. B. auf dem Tonband Einspielungen zu erhalten. Meist sind das eine Reihe geflüsterter Worte und Sätze, die erst beim Abhören bemerkt werden und von den spiritistisch eingestellten Hörern "Verstorbenen" zugeschrieben und gedeutet werden. Häufig wird dabei mit Hintergrundgeräuschen wie Wasserrauschen oder Wassertropfen gearbeitet. Es wurde festgestellt, wenn ein leeres Tonband eingelegt
wurde und eine Aufnahme gemacht wurde, ohne dabei tatsächlich etwas Bestimmtes aufzunehmen, dass verstorbene Verwandte und Freunde eine Nachricht auf Tonband hinterließen. Mit verschiedenen technischen Verfahren wurde diese Methode mit der Zeit verfeinert. Zahlreiche Untersuchungen auch namhafter Wissenschaftler sprechen dafür, dass es sich zumindest bei einigen Aufnahmen um Stimmen Verstorbener aus der jenseitigen Welt handelt, die sich auf dem Tonband manifestieren.
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Achtung: Das Tonbandstimmenverfahren, sowie elektronisch verfeinerte Methoden, muten sehr technisch an und scheinen daher vielleicht simpel und ungefährlich. Aber auch hierzu ist mediale Begabung vonnöten und diese Methoden unterliegen den gleichen Naturgesetzen und damit auch den gleichen Gefahren wie jede andere spiritistische Technik. instrumentelle Transkommunikation
Ernst Senkowski, ein deutscher Physiker, hat diesen Begriff für allerlei Kommunikationen mit unbekannten Kontakten. Dabei handelt es sich um die Arbeit mit Tonbandstimmen. Senkowski unterscheidet drei Bereiche der instrumentellen Transkommunikation (ITK), nämlich Transaudio (damit sind die klassischen Tonbandstimmen oder unbekannten Telefonanrufe gemeint), Transtext (Empfangene Texte unbekannter Herkunft häufig über den Computer) und Transvideo (unerklärliche Videoeinspielungen).
Die Benutzung dieser Praktiken sollte ausschließlich von Geübten praktiziert werden!
Die andere Boten...(Spuk, Geister, Gespenster...) Seit über einem Jahrhundert forschen Parapsychologen Spukfällen und geistige Erscheinungen. Egal in welchem Land der Erde wir über Erscheinungen von Geistern und Gespenstern nachfragen, in jeder Kultur scheint dieses Phänomen fest in der Menschheitsgeschichte verankert zu sein. Dabei müssen diese Erscheinungen nicht unbedingt ein verstorbener Verwandter oder Bekannter sein, den wir durch Ihr Erscheinen zu Gesicht bekommen. Diese Erscheinungen sind Untersuchungsgegenstand der Parapsychologie. Es existieren viele Fälle von Geistererscheinungen. In Kirchen, Klöstern, auf Friedhöfen, alten Anwesen, Kriegsschauplätzen und Orten mit einer großen und weniger erfreulichen Vergangenheit. Spuk ist eine Sammelbezeichnung für rational unerklärliche, unheimliche Erscheinungen. Im engeren Sinne versteht man unter Spuk ortsgebundene geisterhafte Erscheinungen ohne persönlichen Bezug zu, ohne direkte Kommunikation. Beim mit den Beobachtern oder personengebundenen Spuk, lassen sich ein oder mehrere lebende Menschen - so genannte "Focuspersonen" oder "Agenten" - identifizieren, die im Mittelpunkt des Geschehens stehen. Sie scheinen es förmlich "anzuziehen" und meist nur in ihrer Gegenwart tritt es auf. Oft verfolgt solcher Spuk die Betroffenen sogar an verschiedenen Orten. In beiden Fällen kann Spuk akustische Anomalien, unerklärliche Gerüche, sichtbare Erscheinungen und Berührungen einschließen, ebenso wie rätselhafte physikalische Veränderungen und Materialisationen. Spukphänomene scheinen häufig intelligent gesteuert und auf das Verhalten der Betroffenen zu reagieren. In Ausnahmefällen lassen sie sich auf Bild- oder Tonträgern objektivieren. Spuk kann über viele Jahre hinweg anhalten oder nur kurzweilig auftreten. Spuk muss nicht immer unbedingt mit einer Erscheinung in Zusammenhang gebracht werden. Man hat das Gefühl von einer Gänsehaut befallen zu werden, die ohne ersichtlichen Grund plötzlich über längere Zeit anhält. Oder Das Gefühl haben, es ginge jemand durch einen hindurch oder man hört leise Stimmen in den Räumen. Der Fernseher oder das Radio gehen plötzlich an, Uhren bleiben plötzlich zeitgleich stehen, Stühle oder andere Möbelstücke verschieben sich in den Räumen, Bilder an den Wänden hängen plötzlich schief oder fallen herunter. Viele Betroffene berichten über ein Gefühl der Kälte, das Gefühl von jemand beobachtet zu werden oder das Vorbeihusche einer Person hinter dem Rücken.
Im laufe der letzten 100 Jahre wurden von unzähligen Gesellschaften für Parapsychologie die Phänomene der Geister und Erscheinungen untersucht. Sie kamen zu dem Ergebnis. Geister, Gespenster, Spuk und Phantome gibt es tatsächlich. Die einzigste Frage die noch nicht 100% geklärt werden konnte, ist die was Geister eigentlich sind und woher sie kommen. Müssen wir das ganze eher psychologisch betrachten oder haben diese paranormalen Vorkommnisse einen ganz anderen Hintergrund? Leider wird die Antwort noch auf sich warten lassen, oder erleben wir es selbst nach unserem Ableben?
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Stand: Februar 2010
© by Yvette Neumann 2001-2010
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