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Reinkarnation, Karma, Rückführung sind Standardthemen der spirituellen Szene und erlangen zunehmend darüber hinaus Aufmerksamkeit. Der Begriff Reinkarnation (lateinisch Widerfleischwerdung) bezeichnet die Idee, dass die menschliche Seele nach dem Tod (Exkarnation) auf dieser Erde oder anderen Existenzbereichen wieder als empfindendes Wesen geboren (inkarniert) wird. Der Mensch besitzt einen geistigen Anteil (Seele), der immer wieder in neuen Körpern auf der Erde erscheint, ein Leben lebt und wieder stirbt. Dieses Konzept wird auch als Wiedergeburt, Seelenwanderung, Transmigration oder Metempsychose bezeichnet. Die außerkörperliche Erfahrung steht in engem Zusammenhang mit dem Begriff Reinkarnation. In einigen, aber keineswegs allen Reinkarnationslehren steht auch der Begriff des Karmas damit in einem engen Zusammenhang.
Die Vorstellung eines neuen Lebens nach dem Tod ist (in Verbindung mit animistischen und/oder gnostischen Vorstellungen) in vielen Kulturen und religiösen Lehren verbreitet: im Griechenland der Antike, im römischen Kaiserkult, im Manichäismus und weiteren gnostischen Strömungen, in der jüdischen Kabbala, in der Mystik des Islam und in der modernen Esoterik. Eine systematische Reflexion erfuhr die Reinkarnationslehre vor allem aber in den östlichen Religionen Hinduismus, Jainismus und Buddhismus sowie in oft verfremdeter Art und Weise in diversen New-Age- Religionen.
Die Qualität der Wiedergeburt oder Seelenwanderung ist abhängig von den in der Vorexistenz erbrachten Taten (Karma). Der Tod ist damit nicht der Abschluss des Lebens, sondern der Übergang zu einer neuen Existenz. Bewusstsein, Vernunft, Gefühle und Wünsche, manifestieren sich hiermit stets erneut. In vielen Kulturen existieren Himmel und Hölle: Der Aufenthalt in der Hölle oder im Himmel ist jedoch nicht für immer. Nach einiger Zeit kehrt das Individuum auf die Erde zurück, um wieder und wieder geboren zu werden - bis zur endgültigen Erlösung.
Während bestimmte Lehren das Gesetz des Karmas, wonach das Individuum selbst für seine Erlösung verantwortlich ist, als unerbittlich ansehen, vertrauen andere auf die Gnade Gottes.
Im Buddhismus bedeutet Karma, die den Wesen innewohnende Fähigkeit, zu absichtsvollem Handeln aber auch das Prinzip von Ursache und Wirkung. Jede positive oder negative Erfahrung ist durch eine frühere positive oder negative Handlung bedingt und führt ihrerseits wieder zu positiven oder negativen Auswirkungen, verändert somit das Karma.
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In heutige Esoterik bedeutet Reinkarnation die Möglichkeit einer erneuten Einverleibung. Was in einem Leben nicht bereinigt wurde, soll in einem weiteren behoben werden. Wird die Bereinigungschance in einem oder mehreren Erdenleben nicht genutzt, dann wird das Gesetz der Abtragung aktiv. Was ich einem anderen an Schmerz, Leid oder etwas Negatives zugefügt habe, erleide ich selbst, im Diesseits, im Jenseits oder in weiteren Erdenleben. Das Gesetz von Ursache und Wirkung lässt die wiederholte Einverleibung zu, als Chance zur geistigen Evolution, zur Höherentwicklung von Seele und Mensch. Denn auf der Erde ist vieles leichter möglich als im Jenseits.
Statt ihre seelischen Belastungen abzubauen, um das Rad der Wiedergeburt verlassen zu können, vergrössern viele Menschen ihre Verstrickung während ihres Erdenlebens. Dadurch schaffen sie weitere negative Ursachen, die nicht nur in der Seele, sondern auch in den Genen und den Gestirnen gespeichert werden. So geht es Reinkarnation auf Reinkarnation, Geburt auf Tod, bis wir aufwachen und uns auf den Weg zurück in unsere wahre Heimat machen. Was aber haben die Menschen aus dieser Möglichkeit gemacht? Der eine strebt wieder zur Erde, weil er seine Karriere fortsetzen möchte. Ein anderer träumt von Besitz und Reichtum, den er im letzten Leben verloren hat. Wieder ein anderer möchte einer Frau wieder begegnen, um den "Traum zu zweit" weiter zu träumen. Ein anderer möchte Rache nehmen für eine erlittene Gewalttat, obwohl er diese vielleicht in einer früheren Inkarnation selbst verübt hat. Ein Wissenschaftler möchte seiner Entdeckung zum Durchbruch verhelfen usw.
Anstatt die Reinkarnation als Chance zu geistigem Wachstum zu nutzen, lassen sich Menschen von ihren Trieben treiben: vom Streben nach Macht, von Besitzgier und vom Drang nach sexuellem Ausleben usw. Selbst Menschen, die an die Reinkarnation glauben, möchten oftmals nur deshalb auf die Erde zurückkehren, um mit den alten "Freuden" fortzufahren. Doch solche Inkarnationen werden in Zukunft schwieriger werden, denn die Erde geht einer neuen Zeit entgegen, und die Möglichkeiten der Wiederverkörperung werden in Zukunft abnehmen.
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Manche Seelen ahnen dies und drängen gewissermassen in Torschlusspanik zur Einverleibung. Dabei werden die Seelen in den jenseitigen Bereichen über die Chancen und Gefahren einer Inkarnation belehrt. Die Frage ist, ob die auf die Erde drängenden Wesen so schnell umkehren können. Dabei ist es kein Zufall, an welchem Ort der Erde wir inkarnieren. Es ist kein Zufall, mit wem wir als Menschen zusammen leben und wie wir mit ihnen leben. Massgeblich für eine Inkarnationsmöglichkeit sind unsere Gene. Die Gene enthalten nicht nur die Bauanleitung für den menschlichen Körper. Sie enthalten auch unsere seelischen Prägungen. Es sind u. a. unsere positiven und negativen Denk- und Verhaltensmuster und deren gefühlsmässige Inhalte. Negative Eingaben sind z. B., wenn wir bestimmte Menschen ausgebeutet und unterdrückt haben. Solche nicht bereinigten Ursachen liegen in den Genen und werden weitergegeben und verstreut. Sie bilden Magneten, die uns wieder zur Inkarnation ziehen. Wo auf der Erde unsere Gene liegen, dort ist gewissermassen ein Landeplatz für unsere Seele und zugleich der Bauplatz für unseren weiteren physischen Körper. Denn das Gesetz der Anziehung lautet: Gleiches zu Gleichem. Im Laufe ungezählter Inkarnationen haben viele Seelen ein weit verzweigtes Netz von Schicksalsfäden geknüpft, über das sie mit vielen Menschen bzw. Seelen und vielen Orten in Verbindung stehen.
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Unsere Vergangene Leben können häufig Licht auf Probleme unseres gegenwärtigen Lebens werfen. Oft treffen wir Menschen, die wir irgendwie schon kennen. Viele wichtige Leute in unserem Leben sind uns vielleicht schon aus einer früheren Existenz bekannt. Solche früheren Beziehungen können erklären, warum wir einige Menschen anziehend und andere abstossend finden oder warum wir manchmal das Gefühl haben, einen Menschen schon ewig zu kennen, obwohl wir ihn vorher noch nie gesehen haben.
Wenn uns die Idee der Reinkarnation was sagt, wird es uns leichter fallen, unseres Leben in der richtigen Perspektive zu sehen. Lebenskrisen und scheinbar zufällige Ereignisse können in dem grösseren Zusammenhang mehrerer Leben eingeordnet werden, was den Problemen und Sorgen oft erst den richtigen Stellenwert gibt. Die Beschäftigung mit der Reinkarnation ist nur sinnvoll, wenn sie Leben ermöglicht und fördert. Ohne praktische Auswirkung ist sie völlig sinnlos.
Wenn wir feststellen, dass wir immer wieder die gleichen Situationen erleben oder uns immer zu denselben Menschen hingezogen fühlen, die nicht gut für uns sind oder gibt es ein anderes wichtiges Problem in unserem Leben, das wir endlich bearbeiten müssen und das so lange wiederkehrt, bis wir es gelöst haben kann uns die Arbeit mit der Reinkarnation = Rückführung uns helfen, die Strukturen aufzudecken, die für unseres Verhalten verantwortlich sind.
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Stand: Februar 2010
© by Yvette Neumann 2001-2010
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